Als Bühnenbildnerin gehe ich mit Räumen um, egal ob Innen- oder Außenraum, Bühne, Fabrikhalle oder White Cube. In meiner Arbeitspraxis erforsche ich zunehmend das Entstehen von Räumen
durch das zusammenspiel von live gesteuertem Licht, Sound und Bild, sowie die Rollen der Darstellenden und des Publikums.
Im Kontext der Bildenden Kunst habe ich gemerkt, dass in einer begehbaren Rauminstallation die Interaktion mit dem Publikum viel direkter ist, als im Theaterkontext, da dort meist
die Verabredung ist, die Darstellenden spielen und das Publikum ist still und bewegt sich nicht.
Ich möchte aber, dass sich das Publikum bewegt und verhält. Daher ist es für mich notwendig interdisziplinär zu arbeiten und die Performance in den Ausstellungskontext einer
Rauminstallation zu holen, sowie die Installation ins Theater.
Im Theater spricht man oft darüber “die vierte Wand aufzubrechen”, was ohne räumliche Trennung von Bühne und Zuschauer:innneraum immernoch verdammt schwer ist, da die
Rollen uns eingeschrieben sind und das Zurücktreten von ihnen auch mit Selbstprovokation zu tun hat.
Wie wäre es, wenn wir die Zuschreibungen von Rollen und Räumen aufbrechen?
Mit den Mitteln der Bildenden Kunst, besonders mit Siebdruck, Objekten, Malerei und Rauminstalltion versuche ich stetig die Grenzen auszutesten und einen gemeinsamen Prozess zu initiieren.











